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Eigenmarken boomen – egal ob im Supermarkt oder beim Discounter. Marken wie „Ja!“ von Rewe oder „Gut und Günstig“ von Edeka sind längst fester Bestandteil der Regale. Ihr Erfolg sorgt dafür, dass Supermärkte und Discounter ihr Angebot an Eigenmarken stetig erweitern, wodurch Markenhersteller zunehmend unter Druck geraten. Doch wie groß ist der Unterschied wirklich? Ein Test zeigt, wie viel Geld man durch den Kauf von Eigenmarken sparen kann und ob sie qualitativ mit den teureren Markenprodukten mithalten.
Der Preisvergleich: Marken gegen Eigenmarken
Das Sparpotenzial von Eigenmarken wird in einer Stuttgarter Shoppingmall getestet. Passanten raten, wie viel sie durch den Kauf von Eigenmarken im Durchschnitt sparen könnten – die meisten vermuten, dass Eigenmarken um etwa 46 % günstiger sind als Markenprodukte. Dies wird durch eine repräsentative Einkaufstour einer siebenköpfigen Familie bestätigt: Die Familie Näther kauft einen Warenkorb mit 20 Markenprodukten für 54,82 Euro. Im direkten Vergleich kostet der gleiche Korb mit Eigenmarken bei Aldi, Lidl, Kaufland, Rewe und Edeka lediglich 27,34 Euro – eine Ersparnis von rund 50 %.
Überraschende Qualität? Der Geschmackstest
Können Eigenmarken auch geschmacklich überzeugen? Familie Näther probiert mehrere Eigenmarken-Produkte und stellt fest, dass manche Artikel kaum von Markenprodukten zu unterscheiden sind. Auch eine Blindverkostung mit 100 Kaffeetrinkern zeigt, dass Eigenmarken durchaus punkten können: Der Kaffee der Edeka-Eigenmarke „Gut und Günstig“ schnitt besser ab als das Markenprodukt von Tchibo. Dennoch bleibt die Qualität nicht immer konstant. Beim Geschmackstest von Nutella-Ersatzprodukten bevorzugte die Familie das Markenprodukt, auch wenn die Aldi-Eigenmarke nahe herankam.
Wer steckt hinter den Eigenmarken?
Ein weiterer spannender Aspekt ist, dass hinter vielen Eigenmarken-Produkten namhafte Hersteller stecken. Beispielsweise kommen sowohl das Marken-Salz von Bad Reichenhall als auch einige Eigenmarken-Salze aus derselben Produktionsstätte. Trotz identischer Herkunft unterscheiden sich die Produkte jedoch oft leicht in den Zutaten.
Drogerie-Eigenmarken: Waschmittel im Test
Auch Drogeriemärkte bieten eine Vielzahl von Eigenmarken an. Ein Waschmittel-Test zeigt, dass die günstigen Eigenmarken-Produkte von dm und Rossmann besser abschneiden als die teureren Marken-Pulver von Ariel und Persil. Dieser Test bestätigt, dass günstige Produkte häufig mit Marken mithalten können – oder sogar besser sind.
Fazit: Sparen ohne Qualitätsverlust?
Eigenmarken können Verbrauchern eine echte Alternative zu Markenprodukten bieten – insbesondere für preisbewusste Käufer. Sie sind nicht nur günstiger, sondern erreichen in vielen Fällen eine vergleichbare oder sogar bessere Qualität. Während sich bei manchen Produkten, wie Schokolade oder Tomatensoße, Markenprodukte behaupten können, bieten Eigenmarken oft ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.
Gesamtergebnis: Eigenmarken punkten in Qualität und Preis
Ob Lebensmittel, Kaffee oder Drogerieartikel – Eigenmarken sind in vielen Bereichen auf Augenhöhe mit Markenprodukten. Häufig stammen die No-Name-Produkte sogar aus denselben Produktionsstätten wie die Markenartikel. Wer sparen möchte, ohne dabei auf Qualität zu verzichten, kann mit dem Griff zu Eigenmarken fast 50 % seiner Ausgaben einsparen.
Die Reportage zeigt: Eigenmarken sind längst keine minderwertige Alternative mehr. In vielen Fällen sind sie eine clevere und preisgünstige Wahl – gut für den Geldbeutel und häufig ebenso hochwertig wie die Markenprodukte.